Der SWR im Alamannenmuseum

Der SWR dreht im Moment für eine Dokumentation über das Leben der Alamannen.

Naheliegend, dass das Drehteam ins Alamannenmuseum in Ellwangen kam. Und wir haben uns alle sehr gefreut, dass wir mitwirken durften. „Wir“ sind in dem Fall ein kleines Team von Menschen, die sich ehrenamtlich für das Museum engagieren sowie Mitarbeiter des Museums und der Museumsdirektor.

Das Thema des Drehs war ein Kochexperiment. Was aßen die Menschen in der Alamannia (ca. 3. – 8. Jhd. n. Chr.) und wie haben sie es zubereitet?

Dreh Nahaufnahmen

Nahaufnahmen beim Umfüllen des gegarten Gemüses in einen größeren Topf

Wir hatten uns vorab besprochen und uns auf Gerstenbrei mit Linsen sowie Gemüse aus Runkelrüben, Sellerie, Mangold und Kohl geeinigt. Gewürzt mit Petersilie und Bohnenkraut. Dazu gab es Emmerbrot, ein Stück Räucherspeck und zum Nachtisch Dinkel-Hafer-Kekse mit Feigenmus. Das sind alles Zutaten, für die aus dem Gräberfeld in Lauchheim Fundbelege vorliegen.

Dreh Gemuese

Das vorbereitete Gemüse

Dreh Kekse und Mus

Der Nachtisch: Dinkel-Hafer-Kekse mit Feigenmus. Unglaublich lecker und vor Beginn der Dreharbeiten zu einem guten Teil schon weggefuttert

Eine Dame aus dem Team hat noch dazu nahezu alle Zutaten im eigenen Garten und konnte hervorragend alles vorbereiten. Dazu haben wir uns entschieden, weil für den Dreh die Zeit auf einen Nachmittag begrenzt war. Die Kekse, das Mus und das Brot waren schon fertig. Das Getreide und die Linsen waren über Nacht eingeweicht. Vorsichtshalber hatte sie einen Topf voll vorgekocht.

Als das Drehteam ankam, waren wir schon startklar. Jeder war natürlich ein bisschen aufgeregt. Aber die Leute vom SWR sind sowas wohl gewohnt und sehr schnell waren alle ganz locker und die Kamera teilweise fast vergessen.

Es gab interessante Interviews über den Kräutergarten des Museums. Der ist zwar klein aber dafür sehr fein bestückt mit den Pflanzen der Alamannenzeit und für Laien sind die mit schönen Schildchen beschriftet.

Dreh Kräutergarten

Eine Ecke des Kräutergartens.

Eine Ernährungsberaterin wußte einiges zu erzählen über den Nährwert der alamannischen Ernährung. Und natürlich haben wir wirklich gekocht. Ganz im Stil der Zeit mit Tontöpfen im Feuer.

Dreh Tontopf

Der große Kochtopf aus Ton schon ganz nah ans Feuer gerückt

Zuerst haben wir Gemüse geputzt und Kräuter gehackt. Am Tisch haben wir dann alles in die Kochtöpfe aus Ton gefüllt. Die dürfen nämlich nicht leer ins Feuer.

Dreh Kochvorbereitungen

Die Vorarbeit: Gemüse schnippeln, Kräuter hacken und dann im Kochtopf vermischen und mit Wasser aufgießen

Dreh am Feuer

Der kleine Kochtopf am Rand der Feuerstelle beim Anwärmen. Das Drehen und Nachrücken macht man am besten nicht mit bloßen Fingern. Die Töpfe werden sehr heiß

Und zum Schluss haben wir gemeinsam geschlemmt.

Dreh Eintopf

Der Eintopf aus Getreide, Linsen und Gemüse mit einem Stück Brot.

Es waren sich alle einig, dass das Essen schmeckte, auch wenn für unseren heutigen Geschmack etwas wenig Salz dran war. Und es soll auch nicht verschwiegen werden, dass einige der Teilnehmer am Experiment überrascht waren, dass ein so gesundes Essen tatsächlich schmecken kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

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