Ein Traum von Rom

Wieder stand ein Sonntagsausflug an. Was tun bei Schnee und Kälte? Natürlich! Auf nach Stuttgart ins Landesmuseum Württemberg. Da läuft gerade die Sonderausstellung „Ein Traum von Rom“

 

Ausstellungsplakate

Das Ausstellungsplakat zu „Ein Traum von Rom“ und zur römischen Mitmachbaustelle für Kinder

 

Die Ausstellung thematisiert die Entwicklung der Städte am Limes während der römischen Kaiserzeit.

Leider war in der Ausstellung das Fotografieren verboten. Sie müssen sich also auf mein Wort verlassen, dass diese Ausstellung absolut sehenswert ist.

Stuttgart Schlossplatz

Das Württembergische Landesmuseum ist im Alten Schloß in Stuttgart untergebracht. Hier der Blick darauf vom Schloßplatz aus. Der Zugang ist im Innenhof

 

Als erstes werden die verschiedenen Städteformen erklärt. Was ist der Unterschied zwischen einer Colonia, einem Municipium und einer Civitas? Wie war eine solche Stadt aufgebaut? Es ging weiter mit den Beamten, die in einer Stadt lebten über eine schöne Übersicht über die Gegenstände, die im Alltag verwendet wurden. Vom einfachen Webgewicht, Amphoren für importierten Wein und Fischsauce über Terra Sigilata (rotes Geschirr) bis hin zu gläsernen Kosmetikbehältern war alles vertreten. Es gab auch schöne Wandfresken und Mosaike zu bestaunen.

Museumseingang

Der Eingang zum Museum im Innenhof des Alten Schlosses

 

Besonders schön fand ich das Modell einer insula – eines in sich geschlossenen Wohnviertels. Das Modell war ziemlich groß aber in kleinem Maßstab und zeigte schön das Leben in solch einem Viertel. Alle Aspekte waren vertreten. Die repräsentativen Wohnräume der Händler, die Backstube, der Tuchhändler, eine Taverne, bis hin zur öffentlichen Latrine. Es wurde nichts vergessen.

 

Innenhof

Der Innenhof mit Reiterstandbild (und Kinderwagen)

 

Zum Ende der Ausstellung zeigten die Macher noch einmal deutlich Humor mit dem Raum „Aus der Traum“. In der Mitte befand sich ein riesiger Schutthaufen, aus dem Reste von Statuen hervorschauten. Symbol für den Verfall der Städte nach dem Rückzug Roms hinter Rhein, Iller und Donau. Die Germanen haben die Städte übernommen und – ganz in deutscher Manier – die Bauten und Statuen recycelt.

Planen Sie für die Ausstellung ruhig etwas Zeit ein. Wir haben 3,5 Stunden bei den alten Römern verbracht. Bis 11. April haben Sie noch die Gelegenheit.

Im Eintrittspreis (9,00 Euro / Erwachsener) enthalten ist auch der Zugang zur regulären Ausstellung, die auf alle Fälle auch einen Besuch lohnt. Wir hatten nicht mehr allzuviel Zeit und haben uns deshalb auf einige wenige Räume konzentriert. Um beim Thema zu bleiben, waren es die Römer und die Alamannen. Viele Ausstellungsstücke übersichtlich und modern präsentiert. Es gibt auch spezielle Angebote für Kinder, die auch für Erwachsene spannend sind und die ganze Ausstellung wird außer mit schönen Bildern auch mulitmedial unterstützt.

Unser besonderes Highlight dabei war der Cursus Publicus. Der öffentliche Nahverkehr im Römischen Reich. Auf einem Touchscreen gibt es eine Oberfläche, die jeder Bahnfahrer sofort erkennt. Das Logo trägt statt den Buchstaben DB ein CP (für Cursus Publicus) und die Ziele sind (römische) Städte am Limes entlang. Sie können Ihr Ziel wählen und das gewünschte Verkehrsmittel (zu Fuß, mit dem Ochsenkarren, zu Pferde etc.). Ihnen werden dann Reisedauer, Reisekosten und einige weitere Informationen angezeigt. Ein herrliches Spielzeug, mit dem wir viel Spaß hatten!

Für die ganze Dauerausstellung reichte unsere Zeit bei weitem nicht. Vor allem, da wir noch im Museumshop einfallen wollten. Der offizielle Begleitband zur Ausstellung musste sein und den werde ich mir die nächsten Tage in Ruhe zu Gemüte führen.

 

 

 

 

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